| Welche Erinnerungen haben Sie an die Zeit, in der Sie mit dem Tennis begonnen haben, gab es da bestimmte Momente die Sie besonders prägten und motivierten? Ich bin durch meine Eltern und meinem Opa zum Tennis gekommen. Ihre Unterstützung hat den Anfang meiner Tenniskarriere sehr geprägt und sie haben mich bei jedem Match motiviert und angefeuert. Besondere Erinnerungen habe ich leider keine. Was macht für Sie den besonderen Reiz, das Faszinierende an Tennis aus? Das Faszinierende am Tennis ist die Sportart an sich. Tennis wird von großem Individualismus geprägt. Auf der einen Seite muss man „nur“ den Ball über das Netz spielen, auf der anderen Seite muss man antizipieren, was der Gegner als nächstes macht, welcher Ball wohin und wie geschlagen wird, aber eben auch gleichzeitig versuchen seine Taktik durchzuziehen. Besonders gefällt mir und was auch gleichzeitig der Reiz ist, wenn man auf dem Court steht, dass alle Augen auf einen gerichtet sind. Alle schauen darauf, wie und wohin du den Ball schlägst. Man ist außerdem größtenteils Einzelsportler und wird nur am Erfolg gemessen. Was ist für Sie zusätzlich Bestandteil dieses Sports außer dem reinen Spielen an sich, was gehört noch alles dazu? Es gehören viele zusätzliche Bestandteile dazu. Ein Fundament ist das Konditionstraining. Man kann jeden Ball noch so gut treffen, aber wenn man irgendwann nicht mehr die Bälle erlaufen kann, weil man keine Luft mehr hat, bringt das nichts. Eine gute und ausgewogene Ernährung sowie physiotherapeutische Unterstützung ist im Profi-Bereich Pflicht, so dass eine optimale Regeneration gewährleistet ist. Besonders wichtig ist die Unterstützung von zu Hause, von der Familie und Freunden. Nach Turnieren sollte man sich immer eine Ruhephase gönnen, um den Kopf wieder frei zu bekommen und um sich voll und ganz auf das nächste Turnier konzentrieren zu können. Was war bezüglich Ihres Sports Ihr bislang schönstes Erlebnis und was haben Sie noch für Ziele/Vorhaben/Ideen? Die schönsten Erlebnisse waren bis heute der Davis-Cup-Einsatz gegen Spanien und das Finale in Gstaad. Mein primäres Ziel ist es möglichst weit in der ATP-Rangliste nach oben zu kommen. Dabei möchte ich gerne den ersten Titel auf der Tour holen und hoffe auf weitere Davis-Cup-Einsätze. Weiterhin möchte ich weiter so erfolgreich spielen und stetig mein Spiel verbessern. Welche Tipps würden Sie einem Einsteiger geben, der mit Tennis als Hobby beginnen möchte? Es ist immer ganz wichtig, dass man immer Spaß und Freude am Sport hat, gerade wenn es als Hobby ausgeübt wird. Es klappt nur, wenn man am Anfang nicht zu verbissen ist und mit einer gewissen Lockerheit an die Sache rangeht. Man sollte versuchen so oft wie möglich Tennis zu spielen, d.h. auch mal abgesehen vom Training mit Freunden spielen, dabei aber aufpassen, dass nicht übertrieben wird. |
Mit wem reist Du zu den Turnieren? Mein Coach, Carsten Arriens trainiert mich wenn ich unterwegs bin, bei den Turnieren ist er immer mit dabei. Bei längeren Pausen zwischen den Turnieren reise ich meistens zurück nach Stuttgart, wo Günther Metzger und Hans-Dieter Beutel für mich zuständig sind. Gelegentlich ist auch meine Familie mit dabei und natürlich wenn es die Zeit zulässt auch meine Freundin! Trainierst Du auch während des Turniers (Joggen, Dehnübungen, Krafttraining?) Was sind Deine Lieblingsgerichte? In der Regel reise ich ein paar Tage vor dem Turnier an um mich ideal auf ein Turnier vorbereiten zu können. Solange man dann noch im Wettbewerb ist, trainiert man, aber in der Regel dann natürlich nicht so intensiv wie z.B. in einer Trainings-/Vorbereitungsphase zuhause. Auslaufen, Dehnübungen und Massagetermine stehen täglich auf dem Programm, egal ob Turnier oder Training. Ziel oder Zweck ist eine schnellere Regeneration dadurch zu erreichen! Was vermisst Du am meisten während der Turniere? Freunde und Familie fehlen einem sehr aber ich versuche mit Email und Telefon häufig Kontakt zu halten. Durch die vielen Turniere ist man natürlich auch oft von der Freundin getrennt, die vermisse ich dann am meisten. Schaust Du Dir Deinen nächsten Gegner an oder lässt Du ihn von einem Trainer beobachten? Das ich mir den nächsten Gegner anschaue kommt nur selten vor. Das macht meistens mein Trainer, der mich dann immer optimal auf das nächste Match einstellt. Ich versuche zwischen den Matches zu entspannen, die taktische Strategie mache ich dann zusammen mit meinem Coach. Schaust Du selber noch Matches im Fernsehen / live an? Natürlich schaue ich gerne Matches live oder im Fernsehen. Da kann man immer noch das ein oder andere lernen von den Kollegen, aber leider wird Tennis im deutschen Fernsehen nicht mehr so oft übertragen. In Monte Carlo hattest Du 5 Spiele hintereinander. Gönnst Du Dir danach einige Tage Trainingspause? Das Turnier in Monte Carlo war sehr erfolgreich aber auch anstrengend für mich. Da ich ja erst Quali spielen musste und dann noch einige 3 Satz Matches hatte brauchte ich nach der Viertelfinal Niederlage gegen Wawrinka 2Tage Pause um beim nächsten Turnier wieder topfit zu sein. Durch meine aktuelle Ranglistenposition hoffe ich natürlich mich für das Hauptfeld bei den nächsten Turnieren direkt zu qualifizieren. Wenn man sich bei den großen Turnieren erst durch die Quali kämpfen muss zehrt das schon sehr an den Kräften. |





